Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Problemhunde

Ich such(t)e seit gut drei Wochen nach einem neuen Haus (eine lange Geschichte, jede Menge Beziehung, Dating und anderer Kram aber letzten Endes sind (oder werden) alle Beteiligten (irgendwann) glücklich sein). Interessanterweise ergibt sich auf einmal ein Problem, was ich nie als solches angesehen habe:

Die Hunde.

Ich könnte jede Menge unmöblierter Häuser mieten. Aber alle möblierten Häuser (bzw. deren Vermieter und Innen) mögen keine Hunde. Einerseits nicht, weil Hunde immer (jaja) drau?en rum stromern und die Streuner der Umgebung begatten und andererseits, weil ich immer sage, dass meine beiden Fellbündel Haushunde sind und sie deshalb in den Weltbildern der Thaivermieter natürlich den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als die billigen Möbel anzuknabbern. Wie man es sagt — es ist nicht gut.

Egal.

Das Problem ist gelöst und wir haben sogar einen Pool vorm Balkon. Aber wie gesagt, dazu später einmal mehr.

In Memoriam

Zugegeben, das letzte Bild hat mit Kochen wenig zu tun, aber das ist unser Samak, wie er leibt und lebt: ein freundliches Lächeln auf den Lippen und einen oder mehrere Finger gen Kamera erhoben…

Samaks (vorläufiges) Ende

Tatsächlich . Eine Kochsendung hat ihn aus dem Premierministeramt gesto?en. Wie lustig.

Jedenfalls haben die relevanten Leute der PPP schon verkündet, dass sie sowieso mit ihrer immer noch bestehenden Mehrheit den alten zum neuen Premierminister wählen werden. Es war ja kein Wahlbetrug, also wird er auch nicht für 5 Jahre im politischen Zirkus Thailands gesperrt.

Wieder ein paar Tage gewonnen.

Im Januar behaupteten Samaks Neider, er würde es mit seiner Regierung maximal bis Juli schaffen. Als dann klar wurde, dass er es länger schaffen würde, begann man zu demonstrieren. Als er sich davon nicht beeindrucken lie?, belagerte man das Gouvernment House. Alles wirkte nicht.

Die Kochsendung, die er als Premierminister (und jahrelang zuvor schon) präsentierte schon.

Das Kabinett ist mit der Entscheidung aufgelöst worden. Samak darf nicht als ?bergangspremierminister fungieren, die anderen Minister bis zu 30 Tagen. Dann muss eine neue Regierung gebildet sein.

Samaks Ende?

Morgen werden wir sehen, ob die Regierung Samaks es noch bis zum Meilenstein des kommenden Referendums aushalten wird. Er sagte heute in einem Verfahren aus, in dem es um einen Verstoss gegen die Verfassung Thailands ging.

Anfang des Jahres trat er auch nachdem er bereits Premierminister war in seiner eigenen Kochshow “Chim pai, bon pai” auf und soll damit Geld verdient haben, was für einen thailändischen Premierminister an sich schändlich ist. Premierminister dürfen verfassungsgemä? nicht mit Profit an Unternehmungen teilnehmen.

Wird er für schuldig befunden, dann verliert er seinen Posten als Premierminister und das Parlament muss aufgelöst werden. Ich würde mich totlachen, wenn eine Kochsendung etwas zu Stande bringen könnte, was die PAD mit ihren friedfertigen Protesten nicht geschafft hat.

Sü? finde ich den folgenden Absatz im Artikel von The Nation :

He said he had only hosted the show a few times after becoming prime minister and only on a freelance basis. He claimed he had passed the money he earned on to his driver.

Wir werden ja sehen…

Noch da

Wir sind alle noch da. Samak bleibt (vorerst) Premierminister und das Internet wurde (noch) nicht gekappt. Die Gerüchte um Samaks Rücktritt haben vermutlich für eine ruhige Nacht gesorgt.

Samak hat heute Morgen in seiner Ansprache lang und breit erklärt, dass er nicht zurück treten kann , weil das Land ihn braucht.

Stattdessen hat man heute vormittag in einer eilends einberufenen Parlamentssitzung beschlossen, ein Volksreferendum durchzuführen , in dem geklärt werden soll, ob die Wahlgesetze geändert werden sollen, das Parlament aufgelöst werden soll und ob Samak Premierminister bleiben soll.

Interessant bleibt zu sehen, ob die PAD, die zwar ganz gro? im Mobilisieren friedfertiger Demonstranten ist, aber nie so recht ihre Leute zum Wählen zu schicken vermag (wenn man die Zahlen der vergangenen Wahlen betrachtet), es diesmal schafft, mehr als die kleinere Hälfte der Wähler hinter sich zu vereinigen.