Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Paparazzi

Eines Tages erschienen am Empfangstresen eines samuianischen 5-Sterne-Ressorts zwei nette Herren und mieteten eine der überteuerten aber romantischen Villen. Sie erwähnten, dass sie einen Freund überraschen wollten, der wohl in den nächsten Tagen eintreffen wolle. Die folgenden Tage und Nächste verbrachten sie in nicht unangenehmer Begleitung am villeneigenen Pool. Das Ressort ist berühmt für seinen Service und seine Diskretion.

Nach ein paar Tagen traf im Ressort ein spanischer nicht sehr unbekannter Superstar in weiblicher Begleitung ein und wurde vom Personal in althergebrachter Art und Weise freundlichst begrüsst. Das Ressort ist berühmt für seinen Service und seine Diskretion.

Ein paar Tage später fand man den spanischen nicht sehr unbekannten Superstar in weiblicher Begleitung im Meer in einigen interessanten Posen und die beiden netten Herren am angrenzenden Strand mit Teleobjektiven an deren Enden Kameras erregt klickend angebracht waren. Eilig herbeigebrachte Handtücher verbargen das Gröbste, die beiden Herren wurden mitsamt Gepäck an den Empfangstresen beordert, der gleichsam als Verabschiedungstresen diente.

Sie erbaten die teuerste Immobilie des samuianischen 5-Sterne-Ressorts zu mieten, was das Management beruhigte und ihnen einige entspannte Tage in einer mit vierstelligen Dollarbeträgen per Nacht zu bezahlenden kleinen Idylle einbrachte. Weiterhin wurde um Diskretion gegenüber dem spanischen nicht sehr unbekannten Superstar gebeten (beiderseits), er müsse ja nicht unbedingt wissen, dass die beiden Herren die Tage weiterhin in nicht noch unangenehmerer Begleitung im gleichen Ressort hinter höheren Mauern an grö?eren Pools verbachten und die Batterien ihrer Kameras aufluden.

Irgendwann dann verliess der nicht unbekannte spanische Superstar in weiblicher Begleitung das Ressort. Am Abschiedstresen wurde er von seinen beiden Freunden übberrascht. Wieder. Welche Freude.

Spanische Blätter fragwürdigen Interesses flie?en derzeit über von Bildern aus Samui.

Das samuianische 5-Sterne-Ressort ist weiterhin bekannt für seinen Service und seine Diskretion.

Is finish!

“Is finish! Is finish!” rief mir heute der Tankstellen-Thai entgegen, als ich mit meinem durstigen Moped in die Auffüllstation um die Ecke einbog. Irgendwie haben die immer kein Benzin, wenn ich vorbei komme. Andererseits: Angeblich ist ja das Benzin so teuer, dass die Leute weniger fahren und tanken. Warum also werden die Tanks an der Tanke leer frage ich mich…

Ich hab da ja so meine Vorurteile. Empfehlen kann man die Tankstelle in Ban Thai niemandem. Die Befüller runden gerne mal wohlwollend auf, wenn es ums Wechselgeld geht und das Benzin ist grundsätzlich drei Baht teurer als an allen anderen Tankstellen.

Neuerdings gibts da zwei Betankerinnen, die wohl noch nicht gehört haben, dass Farangs in bestimmten Umständen Thai verstehen können und Scherze sehr weit unter der Gürtellinie betreiben…

Wie auch immer. Ban Thai, mai dtööm (nicht tanken).

Is finish finde ich trotzdem jedes Mal wieder süß…

Erwachsen werden

Wer nun hoffte, hier einen tiefen einsichtigen Eintrag zu meiner Adoleszenz zu lesen, der sei versichert: Wenn die Hölle zufriert. Beides, Adoleszenz und Eintrag.

Es geht um meine beiden kleinen süssen struppigen stinkenden Lebensgefährten Pokki und Soosie. Die beiden müssen am Tag nur noch zweimal vor die Tür. Das mag seltsam klingen, aber bis vor unseren Urlaub wollten sie wenn möglich aller zwei drei Stunden vors Haus und hatten immer irgendwelche wichtigen Geschäfte zu verrichten.

Nun also nur noch zweimal und wenn ich ausserhalb der regulären Zeiten auffordernd “los” rufe, ernte ich skeptisch bedauernde Blicke.

Pokki erledigt seine Geschäfte immer schnell und konzentriert (nicht dass er begriffen hätte, dass Pinkeln oben auf einem Abhang befeuchtende Effekte auf das Fell hat, diesbezüglich habe ich aufgegeben), holt dann einen Tennisball, rennt ihm pflichtbewusst dreimal hinterher und bringt ihn dann zurück auf die Veranda, wo er sich schnaufend nieder lässt und gespannt dem weiteren Treiben zu sieht.

Soosie hingegen läuft herum wie eh und jeh, schnüffelt, setzt an, entscheidet sich um, läuft weiter, schnüffelt, setzt wieder an und entscheidet sich wieder um. Das Ganze geht so lange, bis ich “up” sage um sie wieder auf die Veranda zu bringen. Dann beschleunigt sie ihre Suche nach dem perfekten Platz und ist nach weiteren Minuten halber Ansätze dann endlich fertig. Frauen.

Also nur noch zweimal am Tage. Ich entsinne mich noch recht unwehmütig an die Zeiten als man aller zwei Stunden selbst Nachts von bedürftigen Hunden geweckt wurde. Pokki vor und Soosie nach dem Häufchen.

Ausreiseverbot

Thaksin Shinawatra, seines Zeichens amtierender Präsident des Thailändischen Profigolferverbands, darf Thailand in den nächsten Wochen nicht verlassen . Dabei wollte er doch nur nach China, England, China (ja, zweimal) und Japan reisen.

In turning down Thaksin’s application to travel abroad, the nine-judge Criminal Tribunal for Political Office Holders reminded him about the close proximity between his trial date and his planned trip.

Im angesprochenen Gerichtsverfahren geht es um den Landkauf seiner Frau Pojaman, die 30 Rai Land aus dem Staatsbesitz gekauft hat. Thaksin war zu der Zeit Premierminister unseres kleinen aber stolzen Landes und steht nun im Verdacht, auf die Vergabe des Landes begünstigend eingewirkt zu haben.