Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Malaysische Notizen

Malaysia ist teuer. Aus Thaisicht. Von Deutschland aus würde man wahrscheinlich über EUR1.50 teure Riesen-Cappuccini lachen. Glücklich.

Malaysisch scheint eine sehr einfache Sprache zu sein und trotzdem ähnlich dem Thai. Schule beispielsweise hei?t sekolah, das eingeschobene e würde im Thai ein a sein, das a wegfallen und schon hätte man ein Thenglisches school (sakoohl). Die Einschiebebuchstaben im Thai sind übrigens eine sehr interessante Sache: Beim Schreiben in Thai reicht es manchmal aus, nur den Konsonanten zu schreiben (ist eh schon viel Arbeit), weil dann dazwischen einfach ein a oder o gesetzt werden kann. Auf diese Art und Weise werden Sanook (snk -Freude, Spa?, Vergnügen) und Hok (hk — Sechs) gebildet. Aber ich schweife ab…

Der Islam ist die Staatsreligion in Malaysia. Frauen sollten Kopftücher tragen. Dadurch soll, so hab ich das verstanden, verhindert werden, dass sie mit ihrer Schönheit, so vorhanden, Männer betören. Dumm gelaufen nur, wenn die Frauen zwar gro?e Teile des Kopfes unter Tüchern verstecken, andere Körperteile dann aber in enge Jeans packen. Da interessieren die Haare dann auch nicht mehr.

Und zum Schluss noch Dinge, die man so wohl nur in Malaysia erleben kann:

  • buddhistische Mönche bei Pizzahut essend (vor 12 Uhr)
  • zwei parallel laufende Lautsprecher nebeneinander. Aus einem schallt ein Imam, aus dem anderen Eminem, Dido musikalisch vergewaltigend. Das klang in der Summe sehr interessant.

Schluss mit dem Gerenne

So. Man ist wieder vollwertiges Mitglied der ausländischen Meute in Thailand. Ein Konsulat in einer kleinen malaysischen Stadt hat ein Einsehen mit meinen chaotisch vorgelegten Papieren gehabt und mir ein buntes Visa mit Hologramm (der neueste Schrei in der Thaivisa-Szene) geklebt. Gültig für viele Einreisen innerhalb des nächsten Jahres. Ich werde versuchen, die Einreisen so niedrig zu halten wie möglich und nötig.

Kurze Aufregung gab es dann noch als man feststellte, dass von meiner Arbeitserlaubnis (bzw. deren Kopie) die zweite Seite fehlte. Ich hatte verstanden zwei Kopien von der ersten Seite. Ehem. Beim Pass wollten sie auch zwei Kopien der ID-Seite. Aber man sah wohl von Haft ab, denn ich bekam meinen Pass wie bereits erwähnt mit Stempeln und Hologramm wieder.

Nun hat unsereins also ein Non-Immigrant-B-Visa. Damit kann man arbeiten, Firmen gründen und derart Kram machen. Muss man aber nicht. Man kann auch in den Rotlichtvierteln der Insel rumtüteln und das durch nichtmonatliche Visaruns gesparte Geld, ehm, also, ehm, vertrinken. Genau.

Visaruns sind eine langweilige Sache.

Der gro?e Lauf von Malaysia (mal wieder)

Sodele… Heute geht es dann mal wieder ins schöne Malaysia — ein Visarun steht an. Ein grö?erer, nach dessen Zieleinlauf ich dann (hoffentlich/vermutlich/eventuell/wenn alles klappt) nur noch aller drei Monate kurz über die Grenze hupfen muss.

Diesmal habe ich auch sehr viel mehr Papier mit genommen. Gestempelt. Tausendfach unterschrieben. Die Thaibehörden lieben Stempel und Unterschriften.

Während ich auf Behörden und in malaysischen Shopping-Zentren rumhänge, mag der vernachlässigte Leser einen Abstecher ins Blog von Steffen und Susi-e- machen. Die beiden sind seit einigen Wochen in Malaysia. Viel interessanter ist, dass sie aus Zwickau sind, Steffen an der gleichen Hochschule wie ich studiert hat und wir nur über zwei Ecken bekannt sind. Die Welt ist klein.

Also dann… Semoga manjalani hari yang baik. Selamat tinggal!

Loy Krathong (immer noch)

Noch zwei Bemerkungen zum Loy Krathong:

  1. Ich chatte grade mit einer Bangkoker Freundin. Auf die Frage, ob sie denn einen Krathong floaten lassen hat (stellen Sie sich das jetzt in der Rhythmik von 99 Luftballons vor — and let one floaaaaaathiiiiing), meinte sie “No I have no boyfriend, and you?”.

Es stimmt, man lässt die Krathongs mit dem Partner, Schatz, Geliebten, Gemahl oder was auch immer gerade beziehungstechnisch heranziehbar ist ins Wasser.

Ihre hinterlistige Gegenfrage habe ich ausweichend mit “I did not go either” beantwortet… :)

  1. Ich habe im anderen Eintrag eine Altersgruppe als Jugend bezeichnet, der ich mich bis vor Kürzerem noch zugehörig fühlte. Das mit dem Altern geht viel schneller als geplant. Ich zupfe beinahe täglich graue Haare…