Ich weiß. Ist ein Insider…
10 Jahre
Heute vor 10 Jahren kam es zur bisher grö?ten Finanzkrise in Südostasien . In Thailand meldeten 6 Banken und 56 Finanzinstitute Konkurs an.
Auch heute kann man herrlich mit dem Thaibaht spekulieren (wieder oder noch?) und bei jeder Entscheidung hinsichtlich einzufrierender Investitionsmittel und Festschreibungen von Währungen bekommt man zu hören, dass damit nur eine Finanzkrise wie die von 1997 verhindert werden will.
Die internationale buddhistische Flagge
Es gibt eine international anerkannte Flagge für den Buddhismus , die man auch hier an buddhistischen Feiertagen in den Tempeln sieht. 1880 wurde sie von einem amerikanischen Journalisten namens Henry Steele Olcott entworfen/verbessert (da ist man sich nicht so ganz einig) und 1885 in Sri Lanka vorgestellt.
Die fünf Farben versinnbildlichen verschiedene buddhistische Konzepte:
Der sechste Streifen wird immer mit den 5 Farben dargestellt, soll aber eine Mischfarbe aus allen 5 Farben sein, was die Einheit der Buddhisten verdeutlichen soll.
Gerüchteküche
In der vergangenen Woche ging das Gerücht um, David Beckham (der hin und wieder für verschiedene Unternehmen Fu?ball spielt und eine von den Spice Girls geheiratet hat) würde “demnächst” Urlaub auf Phuket machen.
Leute mit Geld und Gelbpressenhintergrund machen auf Phuket nicht einfach Urlaub, sie schauen sich nach einem Haus um. Das zumindest meinen die Offiziellen dort, denn sie lie?en verlautbaren, dass sie ihn natürlich tatkräftig unterstützen wollen bei der Auswahl eines geeigneten Hauses. Vor ein paar Wochen hie? es, Bill Gates wolle eine künstliche Insel vor Phuket bauen. Auch ihn hätte die Stadtverwaltung gerne unterstützt, aber das relativierte sich dann, als es plötzlich irgendein griechischer Millionär war, der das auch noch vor Bali oder sonstwo machen wollte, aber man hatte Phuket mal wieder auferstanden aus den Fluten in der Presse ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt.
Nun also Beckham. Dummerweise zeigen die Photos, die diese Woche von seinem angeblichen Thailandbesuch auftauchten im Hintergrund eine Insel, die Eingeborene unter dem Namen Ko Pha Ngan kennen. Eine Insel im Golf von Thailand. Auf der anderen Seite Thailands. Ziemlich weit weg von Phuket. Ein Schnappschuss wie man ihn nur an der Nordküste Samuis schie?en könnte.
Hat er nun vor der Phototapete gepost und sich stattdessen eine schöne Woche im heimischen Schlosse gemacht?
Eine kurze Rundfrage bei den Conciergen der etwas teureren Ressorts und Hotels an der Nordküste ergab, dass kein Beckham dort abgestiegen ist, also reden sich die Leute nun auch hier fusselig. Denn wenn jemand mit viel Geld auf Samui nicht in einer der Bonzenanlagen absteigt, dann — genau — kauft er ein Haustxp:gho_footnote Manch einer wundert sich jetzt, wo man hier noch Häuser bauen könnte, aber keine Sorge, da fällt man einfach noch ein paar Palmen…</txp:gho_footnote>.
Ich lehne mich entspannt zurück und stelle nur fest, dass sich ein weiteres Puzzleteil in meiner Thaksino-Weltherrschafts-Theorie einfügt. Warum? Ist doch klar. Ein britischer Fussballer auf der gleichen Insel, auf der ein ehemaliger englischer Nationaltrainer sein Haus hat, der demnächst, bestandenen Moraltest Thaksins vorausgesetzt (muahahahahahahahah), Trainer von Manchester City wird und ein nicht unbedeutendes Kontingent an finanziellen Mitteln zur Verfügung hat um die Mannschaft zum Meister zu machen und Thaksins Kindheitstraum zu verwirklichen? Ist doch offensichtlich ;)
Mit den Waffen der Frauen
Das Bild oben sieht auf dem ersten Blick aus wie eine vom Militär organisierte Frauen-Auktion. Man wei? ja nie, was die Führung für die Moral der Truppe tut. Allerdings handelt es sich um ein Novum im Thai-Militär: Ladyboys.
Bis vor Kurzem waren Ladyboys im Militär nicht erlaubt. Bei der Musterung bekamen sie einen Stempel “mental insane” (geisteskrank) in die Papiere gestempelt und waren fortan vom Militärdienst befreit. Seit einiger Zeit gingen Schwule und Ladyboys dagegen auf die Barrikaden und siehe da, seit diesem Jahr darf (muss?) man zum Militär auch wenn man mit Maskara und Lidschatten kämpft und der Stempel wurde eingemottet. Die Musterungen dieses Jahr erhielten entsprechend viel Medienaufmerksamkeit.
Die Paradeuniformen in Thailand sind übrigens sehr farbenfroh, so dass wohl kein Ladyboy Probleme mit dem Paradieren haben dürfte.
Und weils so schön ist, hier noch ein neuer Rekrut inmitten seiner zukünftigen Kameraden.
PS: Die Bilder sind natürlich nicht von mir sondern schwirren auf den einschlägigen Mailinglisten herum (Thailand ist diesbezüglich noch ein wenig 1997), ich muss nicht zum Militär um Ladyboys zu photographieren.