Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Die Wahl der Kühe

Die heiligen Kühe haben gesprochen gefressen :

The Sacred Cows used in the Royal Ploughing Ceremony Thursday predicted that Thailand’s harvests and foods produce as well as water would be abundant.

During the ceremony, the Sacre Cows ate paddy and maize, giving a prophecy that the harvests and food produce would be abundant.

The cows also ate grass, which predicted that water would be abundant while food supply would be rich.

Soso, also keinen Likör. Schlechte Exportgeschäfte…

Ein Tag zum Pflügen

Heute ist der Tag der “Royal Ploughing Ceremony”, eine Zeremonie brahmanischer Herkunft, an dem auf dem königlichen Acker in Bangkok gepflügt und Reis gesät wird. Au?erdem werden den beiden pflügenden heiligen Kühen sieben verschiedene Güter (Reis, Mais, grüne Bohnen, Sesam, Likör(!), Wasser und Gras) vorgesetzt und die von ihnen gefressene Sorte bestimmt die Ernteergebnisse des Jahres:

If the Sacred Cows eat paddy or maize, the prophecy is that the harvests and food produce will be abundant. If they eat green bean or sesame, food produce will be abundant and the food that we eat every day will also be available throughout the country. If they drink water or eat grass, water will be abundant, while harvests, food produce and the food that we eat every day will be rich in supply. If they drink the liquor, transportation will be convenient and commerce with foreign countries will be prosperous.

Interessant, dass der Handel mit dem Ausland florieren soll, wenn die Kühe den Likör trinken. Das dürfte dann auch dieses Jahr wieder keinen Segen geben.

Auch die Kleiderwahl der die Pflügezeremonie durchführenden Priester hat Einfluss auf das kommende Jahr. Allerdings wird die durch astrologische Konstellationen beeinflusst, ist also weniger zufällig gewählt.

Das Spektakel wird von vielen Bauern beobachtet, die nach der Zeremonie auf das Feld dürfen und die eben gesäten Reiskörner wieder einsammeln. Man sagt, dass nur ein paar dieser königlichen Körner im eigenen Saatgut ausreichen, um eine reiche Ernte für das Jahr zu garantieren.

Kleine Wunder

Kleine Wunder geschehen hin und wieder und so testete ich heute mal, ob nach drei Tagen in einer luftdichten Küchendose gefüllt mit Reis meine kleinen Techtoys wieder funktionieren. Und siehe da: Die Kamera geht wohl wieder. Die Linse ist etwas schmutzig und hin und wieder bekommt die Elektronik den Focus nicht hin und weigert sich, das Photo zu schiessen.

Das Mobile bleibt tot. Kurzschluss. Sobald die Batterie eingelegt wird, blitzt der Blitz. Dauerhaft. Das ist eine heisse leuchtende Sache. Der Vorteil ist allerdings, dass ich nun endlich eine Notfall-Lampe im Haus habe.

Den von Ameisen bevölkerten Scanner habe ich übrigens auch wieder zum Funktionieren gebracht. das war aber etwas komplizierter. Das Ding ist ja nur geklebt. Das muss man sich mal vorstellen. Ich weiss gar nicht, warum die paar zusammengesteckten und -geklebten Teile damals soviel gekostet haben…

Jedenfalls wurde das Teil auseinendergenommen, den Ameisen eine würdige Dschungelbestattung geboten, ein bisschen geputzt und weiter scannt er.

Nächste Woche eröffne ich meinen kleinen Techtoy-Repair-Shop

Nacht in Ban Thai

(Anmerkung der Redaktion: Ab 19 Uhr abends ist es stockduster, weshalb das als Nachts gewertet wird. Künstlerische Freiheit!)

Die Sonne ging unter und mit ihr das Energie-Level meiner kleinen Hütte. Erst ging das Licht aus im Takt der Windstö?e, dann blieb es aus und zuckte hin und wieder. Das ganze Spektakel ging eine Stunde, dann blieb es auf immerdar aus.

Dann kam es wieder und ging wieder aus.

Dann habe ich das Licht ausgeschaltet und mich auf die Veranda gesetzt und die Nacht genossen. Gewitter (nichts Neues), Regen und Sturm.

Die nächsten vier Stunden sa? ich im Dunklen im romantischen Schein meiner Duftkerze. Allerdings ist Romantik beim Leben mit zwei Hunden relativ. Tja. Single halt. Omelet-Kochen (brät man das?) im Kerzenschein ist aber auch ein interessanter Zeitvertreib.

Vor einer halben Stunde dann hab ich mal meine Stra?e abgefahren (das hat den Vorteil, dass nun Bier im Hause ist) und festgestellt, dass da wo mein DSL Kabel rumhängen sollte ein Baum lag.

Kurz Fu angerufen und Bescheid gesagt, dass sie morgen früh mal die Hausbesitzer anrufen soll und die Lage erklären soll (es war 22:30 Uhr, da schlafen die schon). Fu hat diplomatisch wie sie ist die Hausbesitzer aus dem Bett geklingelt. 10 Minuten später hatte ich Strom, was mir von der Hausherrin im Nachthemd mitgeteilt wurde (lecker). Weitere 10 Minuten später pöttelte der Hausbesitzer mit dem Moped am Haus vorbei. Zwei Minuten später kam er zurück, packte den Nachbarn ein und fuhr wieder weg, Zwei weitere Minuten später ging das Internet wieder.

Morgen betrachten wir dann die Schäden.

Ich glaube ich mag mein Leben.

Graue Haare

Ich habe ja schon öfter graue Haare entfernt, aber derzeit haben meine Schläfen den dringenden Drang, ergrauend auf das Ablaufen meiner Zeit hinzuweisen. Ich finde das zu früh. Fu auch, weshalb sie ständig an mir rumzerrt und -ziept und dem Grauen den Kampf angesagt hat. Allerdings: Wenn ich mir die Menge so betrachte… grau könnte angenehmer als Glatze sein.