Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Ovadhapatimokha und der achtfache Pfad

Der Achtfache Pfad stellt die Grundlagen im Buddhismus dar und besteht aus folgenden Elementen:

  • Rechte Ansicht (Samma Ditthi)
  • Rechtes Denken (Samma Sankappo)
  • Rechte Rede (Samma Vaca)
  • Rechte Handlung (Samma Kammanto)
  • Rechter Lebenserwerb (Samma Ajivo)
  • Rechte Anstrengung (Samma Vayamo)
  • Rechte Achtsamkeit (Samma Sati)
  • Rechte Konzentration (Samma Samadhi)

Ovadhapatimokha wird die dreistufige Darstellung der Lehren Buddhas genannt, die eine kompaktere Version des Achtfachen Pfades darstellt.

  • Die Weisheit (Panna): Hierunter fallen Rechte Ansicht sowie Rechtes Denken.
  • Die Ethik (Sila): Hierunter fallen Rechte Rede, Rechte Handlung sowie Rechter Lebens­erwerb.
  • Die Sammlung (Samadhi): Hierunter fallen Rechte Anstrengung, Rechte Achtsamkeit sowie Rechte Konzentration.

(Dieser Eintrag wird noch erweitert)

Der gro?e Tag (zweiter und dritter Versuch)

Regelmässige Leser dieser kleinen Publikation werden sich erinnern, dass ich anstrebe, aus meiner kleinen Hütte mit den Hunden gemeinsam ins Internet zu gehen. Schneller als bisher mit dem 5kB-Mobilemodem. DSL ist eine gute Sache (wir Kenner nennen es hier ADSL2+) und überall verfügbar. Nur nicht in meiner Hütte.

Zum Donnerstag nun ward mir das Internet ganz bestimmt verkündet. Und kam nicht. Gestern nun kamen die Kabelleger wieder. Gleich am Morgen fuhren sie auf und rauchten erstmal eine. Dann machte man sich ans Kabellegen. Das dauerte den ganzen Vormittag und kurz vor Nachmittag wickelten sie dann ein dickes schwarzes Kabel um den Baum hinterm Haus, schoben es mir ins Dach hinein und nebem dem UBC-Kabel wieder heraus. Schnipp schnipp. Schraub Schraub. Fertig.

Es waren 4 Männer, einer arbeitete und die anderen drei spielten mit den Hunden und fütterten sie mit Erdnüssen. Sie rauchten noch ein bisschen und unterhielten sich mit der Hausbesitzerin.

Als sie weg waren, kam sie zu mir und fing an, sich mit mir zu unterhalten. ?ber ein Websiteprojekt, was wir laufen haben, über die Pflanzen im Garten und dass die Hunde gerne spielen. Mir wurde mulmig zumute. Nach einer Weile sagte sie dann “Internet” und legte eine lange Pause ein. Ich liess mich zu einer triumphierenden Geste hinrei?en. Sie sprach dann “come tomorrow”.

Super.

Ich packte meinen Kram ein, klaubte die letzten Baht aus der Sofaritze und wandelte wieder ins klimatisierte Internetcafe.

Heute nun schaltete ich meinen kleinen Router ein und schaute gebannt auf die grünen Lämpchen. Eine leuchtete. Power. Eine blinkte. Test. Gut. Blink blink. Dann hörte sie auf zu blinken und eine andere Lampe fing an zu blinken. Status. Sehr schön. Dann tat sich nichts mehr. Nachmittags riefen wir dann beim Support an und fragten, was nun ist mit Internet und so.

Der Support stellte viele kluge Fragen und lies sich genau erklären, welche Lampen blinken und welche nicht. Das Thaiwort für Blinken forderte mir immer ein bisschen Kraft ab, nicht laut los zu lachen. Allerdings hab ich es schon wieder vergessen. Jedenfalls sagte der Support dann, dass ich blöd sei, ich müsse ja das Kabel auch in den Computer stecken (ohne auf die nicht leuchtende Lampe bei Line einzugehen).

Ich steckte das Notebook an und legte (als braver Windowsuser) die Installations-CD ein. In Thailand muss man DSL installieren. Nach vielen bunten Bildern welches Kabel wohl in welche Buchse gesteckt würde kam die Abfrage eines Zuganges. Username und Passwort. Davon hab ich in Verbindung mit DSL noch nie was gehört. Also bin ich wieder zu den Hausbesitzern und wir haben in den Papieren gekramt. Ganz klein stand dann irgendwo ein Zugang. Der wurde eingetippt und das Programm checkte, ob alles in Ordnung sei.

War es nicht. Fehlermeldung: Es liegt kein DSL-Signal an. Fu rief wieder bei der Servicestelle an, dass kein Signal anliege (wie ich bereits einmal erklärt habe). Es wurden wieder die Lämpchen abgefragt (Lämpchen sind wichtig in Thailand) und Kabel in der Gegend rumgesteckt. Anschlie?end diagnostizierte der Support mich abermals als blöd und meinte, dass da gar kein Signal anliege.

Gut. Oder auch nicht. Denn anscheinend hat der DSL-Anbieter mit den Leitungen nichts zu tun. Wir riefen also beim Signalfreischalter an und der sagte uns, ja klar. Das können wir machen. In sieben Tagen. Fu wurde bleich und geschäftig und sprach recht häufig von “Farang” und “tham ngan” (langnasiger Europäer und Arbeit) und legte dann relativ wütend auf.

Es wurde sich mit dem Hausbesitzer beraten und sie riefen dann den Kabelleger an. Das ist die dritte Partei im Spiel. Der kam dann sofort, sagte irgendwas von “lööm” (vergessen) und prüfte die Kabel. Die waren alle in Ordnung, also rief er einen Manager bei TT&T an und diskutierte lange mit ihm. Auch dieser sprach wieder von einer 7-Tage-Frist. Anschlie?end wurde eine andere wichtige Person angerufen, eine Zigarette geraucht und der TT&T-Manager rief bei uns an und sagte, dass morgen (am Sonntag) mein Signal freigeschaltet wird. Wir dürfen ihn gerne morgen anrufen und uns absichern, dass alles in Ordnung ist.

Den Rest des Abends muss ich übrigens mit so einer komischen Musical-Zeile im Kopf verbringen, wo eine Göre in nervigem Tone ständig “Tomorrow, Tomorrow!!!” singt.

?brigens: Morgen hab ich hier DSL.

Charlie

Hier kommt grade auf UBC (ach nein, wir heißen ja jetzt true visions) ein Charlie-Chaplin-Film. Schwarz Weiss. Mit französischen Einlagen. Logischerweise kommt sowas nur Nachts. Aber keine Sorge, ich bleib wach und kuck mir das an…

PS: Mir fällt grade ein, dass ich meinem besten Freund seit über einem Jahr einen Eintrag über die 5 Filme, die mich definitiv zum Heulen bringen, verprochen habe. Chaplin (der Film namens) ist dabei.

Der Mörder

Und wieder hat Lt-General Assawin Khwanmuang zugeschlagen und einen Farang-Mord schnell und einfach aufgeklärt.

Es wurde ein Mann verhaftet , der nach längerem Verhör gestanden hat, die beiden Russinnen in Pattaya umgebracht zu haben. Er hat bereits eine Polizeiakte mit mehreren ?berfällen. Nun soll es also doch ein Raub gewesen sein.

Der ganzen Sache voraus gegangen ist die Einbeziehung eines ““Game-Show-Gewinners”:http://www.cdnn.info/news/travel/t070228.html”, der anhand der ?berwachungskamerabilder die Marke des Mopeds erkannt hat — eine Honda Wave (das hätte ich auch gekonnt, jedes zweite Moped hier ist — eine Honda Wave) und ein Fahndungsphoto heute Nachmittag.

Da fällt gar nicht weiter ins Gewicht, dass noch heute Morgen ein Raubüberfall kategorisch ausgeschlossen wurde. Weil nichts geraubt wurde.

Die Spur der beiden russischen Männer , mit denen die Toten sich kurz vor dem Mord getroffen hatten, wird somit nicht weiterverfolgt. Auch nicht die Spur der Bandenkriege zwischen Thai- und Russenmafia. Auch nicht die Spur eines angeblich mit dem gleichen Flug gekommenen Killers. Wir haben ja einen geständigen Täter.

Der gro?e Tag

Es sieht so aus, als ob ich tatsächlich heute Abend das weltweite Internetz aus meiner kleinen Hütte heraus besuchen kann.

Gestern waren auf einmal viele halbnackte muskulöse Thaiboys um mein Haus herum damit beschäftigt, Masten aufzustellen. Ganz im Stil meines Hauses waren das abgeschälte Baumstämme. Der Grundstücksbesitzer muss die Masten auf seinem eigenen Grund selbst aufstellen. Das waren also noch keine TT&T-Leute.

Eben nun kam die Hausbesitzerin vorbei und meinte auf Thai und mit vielen Worten, was ich seltsamerweise verstanden habe, dass sie angerufen hätten und nicht wüssten, um welche Uhrzeit sie heute kämen. Im gleichen Moment fuhr ein Pickup auf den Sandplatz mit vielen Metallpfählen.

Und eben ziehen hier Regenwolken auf.

Ich warte also gespannt.

[Update 16:30] Punkt 16 Uhr stand ein Telecom-Pickup im Garten. Der Motor läuft seither und die Hausbesitzerin quatscht mit den zwei Typen. Hin und wieder wird telefoniert. Entweder warten sie auf den Sonnenuntergang oder darauf, dass der dicke Farang ausrastet.

[Update 16:35] Jetzt sind es drei Monteure und der Pickup ist um einen Meter nach vorne gefahren.

[Update 16:55] Ich sitze im Internetcaffee… Alles klar. Sie haben nicht genug Kabel. Anscheinend wissen Sie auch erst seit eben, wohin sie Kabel legen sollen. Ich lächelte und fuhr von dannen.