Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Bauernopfer?

In den vergangenen Tagen konnten wir Zeuge eines seltsamen politischen Schachzuges werden, der anscheinend nach hinten los gegangen ist.

Mit Somkid Jatusripitak wurde ein ehemaliger Finanz- und stellvertretender Premierminister der Thaksinocray Ära als Sprecher der Kampagne zur Verbreitung und Bekanntmachung der sog. Sufficiency Economy verplichtet.

Surayud’s naming of Somkid as the chairman of the International Economic Coordination Committee came as a big surprise. In this fresh role, Somkid will become an official spokesman of the Surayud government in charge of propagating the sufficiency theory to the international community. He is also expected to mount road shows to explain the merits of the sufficiency theory to foreign governments, agencies and investors. [The Nation ]

Somkid war zwar nicht unbedingt ein Freund Thaksins und hat einige Regelungen und personelle Entscheidungen getroffen, die Thaksin nicht gefielen, hat aber unter anderem die Liberalisierung des Marktes für Großunternehmen und die populistischen Strategien zur Wählergewinnung von Thai Rak Thai entwickelt. Er wird als Hauptverfechter der Thaksinomics genannt, Thaksins Strategie, mit der er Thailand zu einem der wirtschaftlich stärksten Ländern in Südostasien machte. Vor dem Stillstand.

Es war nicht ganz klar, ob das nun nur ein Propaganda-Schritt Surayuds gegen Thaksin war (“Schaut her, selbst seine damaligen Mitstreiter unterstützen uns”) oder ob Somkid mit dem Herzen die Sufficiency-Theorie unterstützt, die eigentlich das genaue Gegenteil der Thaksinomics-Theorie ist.

Es gab gleich zu Beginn Gerüchte, dass der stellvertretende Premierminister und aktueller Finanzminister Pridiyathorn Devakula sehr gegen Somkids Ernennung war, und gegenüber Surayudh bereits mit seinem Rücktritt gedroht hatte. Als dann auch noch die PAD (Peoples Alliance for Democracy — die Vereinigung, die schon 2005 angefangen hatte, gegen Thaksin zu demonstrieren und eigentlich ihre Auflösung bekannt gegeben hatte, nachdem Thaksin seiner Ämter enthoben war) Somkids Rücktritt forderte , konnte Somkid nicht mehr viel machen und ist nun nach ein paar Tagen in seiner neuen Position zurück getreten . Das Kommitee wurde auch aufgelöst.

Das Ganze Hin und Her ist wieder mal ein gutes Beispiel für überhastete Entscheidungen, halb durchdachte Strategien und unbedachte Äußerungen. Aber auch gute Ideen scheitern zur Zeit an der schier unüberwindbaren Masse an Meinungen und Gruppierungen, die alle verschiedenen Interessen nach gehen, aber genügend Einfluss haben, um die Dinge ins Wanken zu bringen.

Publiziert

Ich dachte ja immer, dass meine Buchstabenspielereien zuerst eines Tages gedruckt werden würden. Dem scheint nicht so zu sein. Bilder sind gewünscht. Bitte gerne.

Ich darf in den nächsten Tagen sü?e Shih-Tzu-Bilder zusammenstellen, damit sie in einen Kalender kommen. Fein fein. Damit haben wir die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr auch schon mal abgehakt ;)

Auswahl gibt es ja genügend .

Ferkel

Die Sau beim Nachbarn wirft grad Baby-Schweine. Es ist ein Geschreie als ob sie alle abgeschlachtet werden. Und der gro?e schwarze Hund jault auch die ganze Zeit. Das werden wieder ein paar unruhige Nächte im Revier.

Hundeleben

Links von der Veranda weg jault gerade der angeschnallte Gro?e Schwarze Hund vor sich hin. Hat sich vermutlich wieder so lange um seinen Pfosten gedreht, bis er nur noch stehen kann und die Leine zu kurz ist.

Soosie kuckt kurz hin, ihr Auge zuckt. Pokki legt sich auf Wachposition. Nach einer kleinen Weile ist wieder Ruhe und die beiden können sich mit Schildkröten und Babykokosnüssen beschäftigen.

Ich kämme Soosie jeden Tag eine Stunde lang und hoffe, dass der Filz um die Wunden endlich mal raus kommt. Macht ja keinen Sinn, sie zu duschen, solange da fette Matte herrscht. Sie stinkt ein bisschen nach Fisch, weil sie um die Ecke Fischabfälle im Gras gefunden hat.

Die Nähte sind raus, der Bauch ein bisschen blau und wenn jemand zu sieht oder hört, dann jault sie ein bisschen, wenn ich sie berühre. Die Aufmerksamkeit gefällt ihr. Man findet die Bisse nur, wenn man nach Knoten im Fell sucht.

Mit ihren Haaren muss ich mir auch was überlegen. Sie sind in einer unmöglichen Länge. Zu kurz für haltbare Zöpfe. Zu lang für eine offene Mähne.

Urlaub auf Samui

Jana Simon schreibt in der ZEIT online über Samui, wie sich alles “ein kleines bisschen” veränderte in den vergangenen 10 Jahren und (natürlich) über die Sextouristen:

Zu Weihnachten sehe ich sie im Restaurant. Der Mann telefoniert ausgiebig am Handy in seiner Landessprache. Die Thailänderin hat ihr Kind mitgebracht und isst stumm ihre Königsgarnelen. Unterhalten können sie sich meist nicht viel, die gemeinsame Sprache fehlt. In den Buchläden der Insel gibt es Erfahrungsberichte von Männern aus dem Westen, die sich in Thailänderinnen verliebt haben. Die Geschichten enden alle gleich, die Thai-Frau betrügt ihn, und der Mann kehrt entweder reumütig in seine Heimat zurück oder verliebt sich in die nächste Thai.

Das Problem mit diesen “Erfahrungsberichten” ist übrigens, dass diese Männer diese Frauen immer in Bars kennen lernen. Das kann gar nicht gut enden. Aber dazu später mal mehr.