Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Templatespielereien II: Genereller Templateaufbau

Ich benutze zur Realisierung meiner Layouts seit einiger Zeit die Layout-Gala von Alessandro Fulciniti {.vcard.n.url} (wünscht ihr euch nicht auch manchmal, ihr wäret Italiener?). Mit einem einzigen XHTML-Gerüst kann man laut Layout-Gala 40 verschiedene Layouts realisieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es damit weitaus mehr sein könnten, die vorgestellten reichen aber vollkommen aus.

Genereller Seitenaufbau

Das nachfolgende Schaubildchen zeigt den generellen Aufbau der Seite.

Da wird sich im Vergleich zur Ur-Version nicht viel ändern. Neu ist der Inhaltsbereich am Fuß der Seite. Durch die Einbindung der Bilder von flickr.com bin ich gezwungen, eine fixe Breite für die Inhaltsspalte zu verwenden. Womit die Sache auch schon auf Nummer 37 aus der Layoutgala festgelegt ist. Das ist wie bei der Auswahl eines Nummern-Girls.

Damit sieht das Template folgendermaßen aus:

Nebenbemerkung: Es gab ja mal Zeiten, da man für Bildschirmauflösungen um die 800×600 Pixel gepixelt hat. Die Zeit dürfte vorbei sein, wie man an folgendem Diagramm leicht erkennen kann, weshalb ich mit 900 Pixeln Breite arbeite. Damit kann man einerseits größere Schriften benutzen ohne gedrückt auszusehen und andererseits bekommt die Seitenspalte mehr Platz eingeräumt.

Templatespielereien I: TXP-Grundlagen

Textpattern besteht aus Templatesicht aus vier Komponenten: Sektionen (sections), Seiten (pages), Bausteinen (forms) und den Stylesheets. Ich persönlich bevorzuge es die Stylesheets nicht über TXP zu verwalten sondern habe sie als Dateien abgelegt. Damit kann der Server zum einen schneller darauf zugreifen (minimal, ich weiß), zum anderen kann ich per Skript bestimmte Pfade anpassen oder mit PHP und Variablen arbeiten. Das Stylesheetsystem von TXP parst weder TXP-Tags, noch ist es per Plugins erweiterbar.

Sektionen

Sektionen kann man am besten mit Website-Bereichen vergleichen. Ein ein einfaches Blog kann bspw. in TXP aus den Sektionen weblog, archiv und kontakt bestehen. Jede Sektion kann durch ein eigenes Template (eine Seite) individuell angepasst werden. Ebenso kann separat je Sektion festgelegt werden, ob die Inhalte dieser Sektion in den Feeds verfügbar sein sollen und durchsuchbar sein sollen.

Man könnte mit dem Sektionsprinzip theoretisch eine eigene Website pro Sektion erstellen. Ich habe mal für eine Unternehmensseite die internationalisierten Versionen per Sektion realisiert. Re(De)Signation ist so eine Sektion, die unabhängig von den anderen Bereichen der die schreiBBloga.de läuft und ein kleines bisschen anders aussieht.

Die Sektionen gehören auch zum Inhaltssystem von Textpattern. Man kann einzelne Artikel jeweils einer Sektion zuordnen. Da jeder Artikel auch noch zwei Kategorien zugewiesen werden kann ergibt sich so die Möglichkeit zu einem zweidimensionalen Systematisierungsprinzip der Inhalte. Das allerdings wäre ein Web1.0-Prinzip. Heutzutage taggt man. Dazu später mehr.

Seiten

Seiten sind die Templates für die jeweiligen Sektionen. Es gibt ein default-Template mit dem man unter Zuhilfenahme konditioneller Tags die ganze Website gestalten könnte. Ich bevorzuge hier eine Seite pro Sektion. Das ist übersichtlicher.

Bausteine

Die Bausteine sind die kleinsten Einheiten des Templatesystems. Unter anderem kann man das Aussehen der Artikel individuell bestimmen, die funktionalen Bereiche wie bspw. Kommentarsystem und Darstellung anpassen und häufig verwendete Elemente wiederverwertbar ablegen.

Tags

Die Tags sind die Steinchen, die Textpattern am Laufen halten. Man kann die systeminternen Tags per Plugin um eigene Tags erweitern.

Damit wäre auch schon alles gesagt zu den Möglichkeiten Textpatterns in Bezug auf die Templates. Ich finde das System sehr flexibel und bin noch nie in meinen Bedürfnissen an seine Grenzen gestossen. Aber genug der Basics. Nachher gehts ans Eingemachte: Das Grundlayout.

in der die schreiBBloga.de

Hier in der die schreiBBloga.de habe ich wie gesagt pro Sektion ein Seitentemplate. Header (inklusive Titel) und Footer (inklusive Seitenspalte) der Seite werden per Baustein in jedem Template erzeugt. Aktuell habe ich einen Baustein für Artikel, in der alten Version war es so, dass ich einen Artikelbaustein pro Sektion hatte (was auch nicht viel mehr war). Die Inhalte der Seitenleiste waren plugingeneriert. Ich habe eine Menge eigener Tags durch Plugins inplementiert, was ich auch in der neuen Version weitgehend beibehalten will.

Experiment Demokratie

Zur Zeit kann man in Thailand recht gut nachvollziehen, warum es “Experiment Demokratie” heisst, wenn man von thailändischer Demokratie spricht. Damit meine ich nicht die Übergangsregierung und die Arbeiten an der neuen Verfassung die meiner unwissenden Meinung nach sehr gut und schnell voran gehen. Ich meine die “kleineren Geschichten” wie die (lasst es uns mal) Alkoholikerbestimmungen (nennen).

Kurz nach dem Putsch forderten Universitäten alkoholfreie Zonen rund um Schulen und Universitäten.

Kurz darauf wurden die aktuellen Unfallstatistiken veröffentlicht. Haupttodesursache dabei Alkohol am Steuer.

Kurz darauf gab der neue Gesundheitsminister bekannt, dass Alkohol rund um Universitäten, Wats, Regierungsgebäuden und Schulen verboten sein wird (kein Verkauf, kein Ausschank), das “drinking age” (das Alter ab dem man sich grundlos besaufen kann) sollte auf 25 Jahre hochgesetzt werden. Die Zur-Schau-Stellung von Alkohol sollte verboten werden. Werbung für Alkohol in Funk und Fernsehen sollte verboten werden. Ein klassischer Crackdown on <Fügen Sie hier das Crackdown-Subjekt Ihrer Wahl ein>.

Kurz darauf wurde bekannt gegeben, dass die neuen Regelungen am 5. Dezember, dem Geburtstag von König Bhumibol Adulyadej zu Ehren seines 60. Thronjubiläms in Kraft treten würden.

Kurz darauf wurden die neuen Bestimmungen von der Regierung abgelehnt und ans Gesundheitsministerium zurück delegiert, man solle sich da nochmal Gedanken darüber machen.

Heute nun wurde das “drinking age” auf 20 Jahre festgelegt.

Experiment Demokratie.

Textpattern

Textpattern ist die Antwort die ich immer gebe, wenn mich jemand fragt, was ich ihm/ihr empfehlen würde, um eine Website zu gestalten. Allerdings nicht, ohne gleich den Zusatz zu bringen, dass es vermutlich für den Fragestellenden weniger geeignet ist, “weil man schon wissen sollte, was man tut”. Eigentlich kann ich textpattern niemandem empfehlen. Ich habe das schon zweimal empfohlen und bin damit jedes mal auf die Nase gefallen, größtenteils weil die Personen, denen ich das empfehle weder Kreativität noch Kenntnisse von HTML, CSS und so weiter hatten.

Man muss schon wissen, was es mit Tags auf sich hat, mit Attributen und Stylesheets und all dem Kram. Das, was Txp (wie wir Liebhaber es gerne nennen wollen) in der Standardinstallation mit sich bringt ist mehr als zum Heulen. Und es geht noch weiter: Die Entwickler haben alle keine Ahnung von Projektmanagement. Da kann es schon mal passieren, dass in einer Version 4.0.4 Änderungen an den Parametern einer Backendseite vorkommen, die eigentlich eine mittlere neue Nummer (4.1.0) erfordern. Von den Bugfixen einer Minimalversion (Version 4.0.5 mit Bugfixen für 4.0.4 ist bereits angekündigt) ganz zu schweigen. Es darf irgendwie nicht angehen, dass man Plugins für ein kleineres Update von Textpattern neu schreiben muss.

Wie auch immer. Textpattern ist das System meiner Wahl fü verschiedene kleinere Webprojekte (eigentlich alle meine Webseiten). Auch die schreiBBloga.de läuft auf Textpattern. Die 4.0.3 war in der alten Version, mit dem “Update” habe ich auch gleich die 4.0.4 installiert.

Textpattern ist ein sehr flexibles Content Management System. Man könnte theoretisch beliebig viele Webseiten mit einer Installation implementieren. Durch das Sektions-Prinzip hat man die Möglichkeit, verscbiedene Bereiche komplett von anderen abzutrennen (bspw. die Re(De)Signation ist eine Sektion, die in den anderen Bereichen der die schreiBBloga.de nicht auftaucht). Txp ist durch das Pluginsystem sehr flexibel erweiterbar (wie wir noch sehen werden). Das Template-System hat seine Ecken und Kanten, ist aber auch “ganz nett”.

Und bevor ich jetzt noch auf ein anderes CMS umsteige lassen wir die Ausführungen zu Textpattern erst mal sein ;)