Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Update im Hundekrieg

Die braune Terror-Töle hat grade den netten schwarzen Hund von der Kokosnussfarm nebenan gebissen. Jetzt ist er fällig. Er braucht nur auf hundert Meter heranzukommen und schon drehen Pokki und Soosie durch, bellen, jaulen (Pokki bellt immer nur ganz kurz, macht sich nicht so gut mit zwei Unterkiefern) und knurren. Selbst Soosie die eigentlich nur spielbellen kann.

Die Hausbesitzerin kam gerade vorbei um sich nach Pokkis Befinden zu erkundigen und brachte die Killer-Maschine mit. Ein Fehler, sag ich mal, wir haben zwei Sätze wechseln können und waren dann mit Hunde beruhigen beschäftigt.

Mord lohnt nicht

Die News sind heute voll der Nachrichten über den gefassten mutmaßlichen Mörder von JonBenet Ramsey. Ich entsinne mich darüber vor Jahren einmal einen Bericht gesehen zu haben mit Filmen und Photos von ihr wo sie puppenhaft zurecht gemacht über den Laufsteg dackelte und “glücklich” war.

Nun jedenfalls hat man mit John Mark Karr einen Verdächtigen gefasst. Mord lohnt also nicht. Vor allem nicht, wenn man in Thailand untertauchen will. Auch Deutschland hat ein Auslieferungsabkommen mit Thailand für Mordverdächtige. Mit anderen Straftaten im Nacken kann man hier allerdings gut untertauchen.

Reissuppe

So. Reissuppe also für Pokki. Das trifft sich gut weil ich häufiger mal Reissuppe im Topf habe. Dabei handelt es sich aber nicht um irgendwas wohlschmeckendes mit Reis, es ist einfach nur Reis mit besonders viel Wasser. In der Regel gibt es dann dazu verschiedene Gerichte (Grünkram und tote Tiere) die man in die Suppe tunken kann auf dass der Geschmack komme.

Pokki mag Reis eigentlich. Reissuppe aber nicht. Es kann auch sein, dass er überhaupt nicht hungrig ist oder er noch von der Schmerzzpritze betütelt ist. Die Reissuppe steht unangetastet in der Ecke.

Unangetastet? Nicht wirklich. Soosie scheint Reissuppe zu mögen.

PS: Ah, der gute alte Putzfimmeltrick. Beide Hunde können es nicht ausstehen, wenn das Futter auf dem Fussboden liegt und fressen die Gegend um die Schalen immer akribisch sauber. Sehr gut. Ich sitze jetzt mit Löffel neben der Schale und unterziehe ihn einer Bodenfütterung ;)

Lesungsanregung: Der Mirus

Der Mirus . Der Johannes . Einer der wenigen, die mich korrekt verlinken: mit die schreiBBloga.de — da stimmt jeder Buchstabe, jedes Zeichen, jede Kapitalisation.

Wenn Ich also mal wieder ein paar Tage lang nichts schreibe, dann könnt ihr ruhig mal sein meines lapidaren Blogges ebenbürtiges triviales Weblog anklicken.

Eines Tages fand er mich recht dämlich und in die Scheiße greifend als ich in der Ur-Schreibblogade über den Penner der den Euro — Grand — Price — Visions — Sing — Bewerb für die ARD dokumentieren durfte durch den Kaffee zog (gerechtfertigt, wie ich auch heute noch finde). Ich mochte ihn aber schon vorher. Irgendwas verband ihn mit Zwickau. Kann das sein?

Er hat ein paar Katzen, anscheinend noch keine Hunde und einen kaputten Rechner. Und er lebt in Köln.

Das alles reicht für mich, ihn gerne und regelmäßig zu lesen. Und was für mich gut ist, sollte für euch auch lesenswert sein, oder?

Also! Klicken !

PS: Ja ich weiß, der Mirus ist so thailandaffin wie George Bush. Trotzdem.

Rassenhass

Heute wurde Pokki von einem Thaihund (Maa thai, grosser brauner Hund™) übel gebissen. In einem Augenblick unterhielten sie sich schnüffelnd, schwanzwedelnd — im anderen biss der Köter ihn frontal ins Gesicht, wedelte ihn herum, dann in den Nacken und wedelte wieder bis ich dazu kam und ihm auf den Rücken schlug. Das half nicht viel, aber irgendwie kam Pokki nach einer Weile los und schleifte sich mit eingekniffenem Schwanz und bitterlich jaulend zurück ins Haus, während ich den Braunen am Halsband in Schach hielt.

Mein Hausbesitzer und Eigentümer des Hundes war nur ein paar Meter entfernt und kam sofort und verprügelte ihn nach Strich und Faden. Hier ist man nicht so zimperlich mit seinen Hausgenossen. Zu diesem Zeitpunkt fand ich das ein bisschen hart dem Hund gegenüber, schließlich hat er nur nach Instinkt gehandelt.

Eine erste Bestandsaufnahme des verängstigten Bündels ergab einen Kratzer unter der Schnauze, einen überm Auge, ein blutiges Auge und eine blutige Nase. Das fand ich nicht sehr schlimm, ein bisschen Desinfektionsmittel drauf und ein bisschen geknuddelt und alles war gut. Nach gut 2 Stunden wagte Pokki sich wieder aus dem Haus. Ein Thaihund kam vorbei, er bellte einmal und fing an zu jaulen und verkroch sich wieder in der Wohlfühlecke.

Ich nahm ihn dann noch einmal genauer unter die Lupe und raste dann ins Tierkrankenhaus. Beim Kraulen fühlte sich sein Unterkiefer recht losgelöst an. Im Krankenhaus bekam er dann erstmal ein paar Spritzen gegen den Schock und die Schmerzen und nach dem Röntgen kam recht schnell heraus, dass weitaus mehr kaputt im kleinen Fellbündel ist als angenommen.

Sein Unterkiefer ist auf einer Seite gebrochen. Der Arzt erklärte mir groß und breit dass es beim Shih-Tzu etwas komplizierter ist sowas zu fixen weil die Schnauze doch recht kurz ist und er das noch nie gemacht hat. Aber alles kein Problem. Durch den Bruch ist sein Unterkiefer mit den großen Zähnen verschoben und beim Bellen oder Fressen beißt er sich selbst — was ein sehr schmerzhaftes Erlebnis ist und mit viel Blut verbunden ist. Das heißt dann die nächsten Tage jede Menge Reissuppe für Pokki.

Dann kam ein Satz der mir das Herz ein bisschen kälter werden lies: “But thats not the injury I worry about”.

Beim Zubeißen muss der grosse braune Hund™ das linke Auge (überm Augenlid hat er eine Wunde) ins Gehirn gedrückt haben. So richtig hab ich das vor Schreck nicht verstanden aber Hunde haben wohl zwischen Augenhöhle und Gehirn nur ein bisschen Knorpel oder Haut oder gar nichts. Jedenfalls ist auf dem Röntgenbild eine Delle im Hirn zu sehen und das keine unernst zu nehmende Sache.

Das ist schwerwiegender als der gebrochene Unterkiefer und Pokki muss es die nächsten Tage etwas ruhiger angehen. Er bekommt jede Menge Medikamente eingeflösst und darf nur Reissuppe essen. Am Samstag wird dann wieder geröngt und entschieden, ob die Schwellung/Delle am/im Hirn soweit geheilt ist, dass man den Unterkiefer richten kann. In Nebensätzen hat der Arzt dann noch verlauten lassen, dass auch das eine Premiere für ihn ist, weil die Shih-Tzu-Schnautze recht kurz ist und der Kiefer genau hinter dem letzten Zahn gebrochen ist.

Jetzt liegt Pokki betäubt in der Wohlfühlecke und Soosie neben ihm. Das Auge unterlief immer mehr blut im Verlauf der Zeit und er sieht ziemlich bedropst aus. Wenigstens spürt er gerade mal keinen Schmerz. Allerdings reagiert er auch auf nichts. Kuckt traurig seine geliebte Quietsch-Eiscreme an und schnauft dann und wann. Das Hundeverbellen hat Soosie übernommen. Ist nicht ganz glaubwürdig aber Pokki weiß es zu würdigen, denke ich. Ich sitze rum und mach mir so meine Gedanken über zubeißende Hundekiefern. Ist schon ok, dass es Pokki getroffen hat. Soosies Schädel ist viel weicher und sie wäre jetzt tot.

Kein schöner Tag.

PS: Die eigentliche Neuigkeit ist ja, dass wir umgezogen sind. In ein nettes Haus im Dschungel. Mit vielen Hunden ringsrum. Was ich bis heute als Vorteil ansah und auch war. Das muss aber warten. Erstmal die Familie fixen.

PPS: Ich sitze also hier und mach mir so meine Gedanken was das so werden soll mit großen Hunden und meinen kleinen Fellbündeln und irgendwie fällt im Gedankenrausch immer wieder “Kinderersatz”. Also — ich plane das Kinderkriegen gerade wieder aus. Kann zuviel schief gehen und wenn mich das bei meinen Fellschnuffeln schon so sehr mitnimmt, dann will ich nicht wirklich “echte” Kinder haben.

PPPS: Man mag es nicht glauben, aber alle tierischen Behandlungen in Thailand die nicht der Seuchenfreihaltung oder Nichtweiterverpflanzbarkeit von Hunden dienen sind extrem teuer wie ich heute feststellen durfte. Wohlgemeinte Spenden zur Wiederherstellung eine glücklichen Pokkis werden daher diesmal nicht abgewiesen.