Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Das Office

Auf Wunsch einer Einzelnen hier eine Detailansicht meines Urlaubs-Traum-Insel-Freelancer-Offices.

Links der zweite Monitor fürs Notebook (das in der Mitte steht), rechts der Monitor für den kleinen Rechner der ganz links unten steht, vorne das Keyboard, rechts das Zeichenbrett, links die Kopfhörer.

Das sieht teurer aus als es ist, das wahre Kapital sitzt meist auf dem Holzstuhl davor.

(Auf Flickr gibts noch ein paar Notes direkt auf dem Bild )

Internet. Oder auch nicht.

Dies und das zum interessiertem Informations-Update:

  • Bin umgezogen
  • In ein Haus gelaufene 30 Meter vom alten Haus
  • Selber Hausbesitzer
  • 4 Tage nachdem ich umgezogen bin fing ebendieser Hausbesitzer an, sich über den Zustand des “alten” Hauses zu beschweren, in dem ich gute drei Jahre gewohnt habe
  • Zustand des alten Hauses war genauso wie bevor ich es bezogen habe (ist das korrekte deutsche Grammatik?) — aber egal
  • Internet: Heute (nach nur 5 Tagen) kam “jemand” und hat ein Kabel vom alten zum neuen Haus gezogen, welches das neue Haus mit Internet besorgt. Bin gespannt, was der Internetanbieter dann beim ersten offiziellen Besuch sagen wird. Ich durfte für das Kabel um ein paar Häuser herum unter meinem neuen Haus durch ins Wohnzimmer hinein nur 1000 Baht zahlen. Hammwerja.
  • Die Hunde sind relativ zufrieden. “Relativ” bedeutet eine groessere Szene jeden Morgen beim Gassi gehen, wenn sie denn des alten Hauses angesicht werden. Dazu später mal mehr.
  • Nichtsdestotrotz ist das Internet seit gut zwei Monaten (auch am alten Haus schon) eine recht unstabile Sache. Eines Tages gings nicht mehr — ich rief an, sie “fixten” es. Bei der Monatsrechnung stellte ich dann fest, dass sie mich auf den “alle leute”-Tarif geswitscht haben. So eine Internet-Leitung wo alle Leute an der Strasse dran hängen. Vorher wars fast eine eigene Leitung, weil sich auf der Insel niemand mehr mit einer 4MBit-Leitung zufrieden gibt — nur die, die merken, dass 100 Leute auf einer 8MBit-Leitung eine 4MBit-Leitung mit nur ein oder zwei Nutzern preferrable macht.
  • Wie auch immer. Lebe noch aus Kisten, habe aber fast alles lebens- und arbeitsnotwendige eingerichtet.
  • Übrigens versuche ich diese Website seit gut 12 Monaten von Textpattern auf WordPress um zu ziehen. Das nur als Grund, warum die Updates weniger regelmäß als Soosies Hitzewallungen kommen… man mag sich bitte nicht über meine Update-Frequenz beschweren — bin immer noch frequenter als andere Möchtegern-Samuianer.
  • Mal ganz abgesehen davon: solange die Anzahl der Kommentare geringer als die der Einträge ist…

Später mal mehr.

Mein neuer Nachbar

In einem Baum direkt neben meinem Haus hat sich der obige Nachbar eingemistet. Grün, sehr lang , schlangig.

Hab das kurz bei meiner Hausbesitzerin angesprochen, die plötzlich sehr geschäftig nach dem Gemahl suchte — meine letzten Schlangenmeldungen wurden noch sehr entspannt abgenickt. Wie auch immer, nach einigem Hin und Her bekam ich folgendes zu hören:

Green Snake — your friend, brown or black snake bad, red snake — very bad — you scream!

Ok. Will do.

Demnächst im Kino: Mae Naak 3D

Thais lieben Geistergeschichten und Mae Naak Phra Khanong ist eine der bekanntesten Geistergeschichte in Thailand.

Mae Naak war eine junge Frau, die Mitte des 17. Jahrhundert unter König Rama III lebte. Sie wurde in Phra Khanong in der Nähe von Bangkok geboren. Als Mädchen verliebte sie sich in Nai Maak, einen Mann aus ihrem Dorf. Die Beziehung wird nicht gerne gesehen, denn Maak ist um einiges ärmer als sie. Trotzdem heiraten sie, Naak wird schwanger und Maak kurz nach der Heirat zum Militärdienst eingezogen. Naak stirbt mit dem ungeborenen Kind bevor Maak zurück kommt und wird traditionsgemä? sofort verbrannt. Trotzdem geistert sie seither ruhelos im Dorf herum.

Maak kommt aus dem Krieg zurück und trifft auf seine Braut und ihren gemeinsamen Sohn, nicht ahnend, dass er es mit einem Geist zu tun hat. Naak hat die Dorfbewohner soweit eingeschüchtert, dass sie nicht wagen, Maak die Wahrheit zu sagen. So kommt es, dass Maak und Naak vermeintlich glücklich zusammen leben bis zu dem Tag, an dem Naak eine Zitrone vom Boden aufhebt ohne sich zu bücken.

Nun, Maak ist relativ geschockt und verlässt sie sofort. Mae Naak folgt ihm und tötet alles und jeden der zwischen sie beide kommt. Maak flüchtet sich schlie?lich in einen Tempel, den Mönchen gelingt es, sie in einem Gefäss einzuschlie?en und diesen in den Fluss zu werfen.

Man sagt, dass man mit der Erwähnung des Namens “Mae Naak” Kindern einen Riesenschrecken einjagen kann.

?brigens ist das eine Geschichte, die je nach Region anders erzählt wird. In manchen Versionen meldet sich Maak freiwillig zum Militärdienst, in manchen Versionen befreien Bauern Naak aus ihrem Gefä? und sie geistert und mordet weiter, in manchen Versionen wird Maak später zum Mönch, in manchen Versionen heiratet er wieder (was Naak erzürnt und wieder erscheinen und morden lässt).

Alle Erzählungen sind sich aber darin einig, dass Naak aus tiefer Liebe heraus die Kraft zum “Herumgeistern” zieht und keine Ruhe findet und als Maak sie zurück weist zum Rachegeist wird, der sie am Ende ist. Manchmal ist sie sogar der Held der Geschichte.

Demnächst kann man sich dann die gefühlte hundertste Verfilmung der Geistergeschichte in 3D im Kino ansehen.