Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Der männliche Bulle

So. Da hab ich eben im Thaiunterricht erzählen wollen, dass ich einen Bullen gesehen habe, der männlich ist (man muss manchmal komische Sätze bilden, um alle neuen Worte zu verwenden). Als Neung (unser Thailehrer) fertig war mit Lachen, erklärte er mir, dass ich ein männliches, hömm, Geschlechtsteil gesehen habe. Gut zu wissen.

Falsch war, dass ich kway mit steigendem Ton gesprochen hatte und nicht mit gleichbleibenden Ton. So schnell kanns gehen.

PS: So im Nachhinein fällt mir dann doch auf, wie ich mir den Unterschied zwischen Büffel und Penis merken kann.

Temperaturbeobachtungen

Gestern habe ich mir bei Tesko mal eine Digitaluhr gekauft. Nicht wegen der Zeitanzeige, die ist hier uninteressant und sowieso relativ. Sondern wegen der Temperaturanzeige. Die Uhr hat auch ein Pendel Sehr sinnvolles Gimmick für eine Digitaluhr. Naja. Gekostet hat sie übrigens knapp einen Euro. Witzige Sache das.

Jedenfalls habe ich dann die Nachtstunden damit verbracht, die Temperatur zu beobachten. Abends, so gegen 20 Uhr, waren es 36 Grad Celsius. So gegen 24 Uhr waren es dann angenehme 31 Grad Celsius. Um vier genossen wir (die Moskitos und ich) eine gemütliche 28 Grad-Atmosphäre und am Morgen (6 Uhr) hatten wir dann 26 Grad geschafft.

Nun. Nett. Ich hab dann um sieben begonnen, Samstagsputz in meiner Hütte zu machen und während dieser einen Stunde (mehr braucht man nicht) das Thermometer wieder steigen gesehen. von 28 Grad auf 32 Grad.

Im Augenblick sind es 36 Grad, was mich dazu veranlasst, ins tiefgekühlte Büro zu migrieren. Wenn das jetzt noch ein paar Monate so gehen soll, dann brauch ich eine tragbare Klimaanlage. Oder so nen Gummianzug mit integrierter Kühlung.

It’s hot in the city.

Tsutaya hat die DVD entdeckt

Nun gut, die wenigsten mag es interessieren, aber als ich heute meinen freitäglichen Besuch bei Tsutaya, meinem samuianischen VCD-Dealer, machte, hatten die plötzlich jede Menge DVDs zum Preis einer VCD. Nun gut. eine DVD ist nicht unbedingt eine DVD. Der Inhalt macht die Qualität. Blafasel.

Jedenfalls bin ich nun im Besitz von verschiedenen Horro-DVDs bei denen immer Jason aus Halloween mitspielt. Themenabend. Jawollja.

PS: Ich hab natürlich vergessen, ein ordentliches stromlos arbeitendes Repellent zu kaufen. Muss ich wohl morgen wieder zu Tesko. Und Tsutaya.

PPS: Ich habe die Kommas entdeckt. Aber ich glaube, das wird nur ein kurzes Intermezzo geben. Unterbricht den Redefluss irgendwie.

Nächtlicher Stromausfall

Gedankenprotokoll einer Nacht

ca. 3:00Uhr: Pling. Hmm? Was? Wieso? Häh? Margh! Wo ich doch grade so angenehme Träume hatte! Hmm. Summsumm. Wedel. Klatsch. Mist. Was soll das nun. Dieses blöde Moskito-Repellent-Ding funktioniert wohl nicht? Mist. Wieso leuchtet das nicht? (Es sei angemerkt, dass ich ein nettes angeblich 90 Tage haltendes Moskito-Repellent auf der Basis von Strom und irgendeiner Chemikalie im Schlafraum stehen habe, das idiotischerweise das Zimmer grün ausleuchtet, wenn es am Strom hängt, aber Moskitos und anderes insektuöses Gelumpe von mir fern hält.) Nettes Feature. Leuchtet nicht mehr, wenn es verbraucht ist. Naja. Weisste ja, was du morgen bei Tesko kaufen wirst.

90 Tage. Klar. höchstens 7 Wochen waren das. So ein Schrott. Summsumm. Wedel. Klatsch. Ist aber nett, wie dunkel es gleich ist, wenn das Teil aus ist. Hmm. Wobei. Irgendwie ist es ja ganz dunkel hier. Und der Kühlschrank ist auch verdächtig ruhig. Hmm. Und das Klack der Pumpe (weil im Bad die Leitung tropft) ist auch nicht zu hören.

(An dieser Stelle habe ich mich dann mal aus dem Bett gedreht und bin auf Erkundung gegangen. Gegenüber war kein Licht zu sehen. In den Hütten der Bauthais auf der anderen Stra?enseite war kein Licht zu sehen (da brannte immer welches). Nirgendwo war Licht zu sehen. Das dumpfe Dröhnen der Disko irgendwo hier in der Nähe war auch nicht zu hören. Stromausfall.)

Soso. Klar. Hmm. Schon logisch, dass ein elektrisches Repellent nicht funktioniert, wenn kein Strom da ist. Summsumm. Wedel. Klatsch. Naja. Dafür ist es nett dunkel und ich kann mal durchschlafen.

Summsumm. Wedel. Klatsch. Wedel. Summsumm. Picks. Manchmal frage ich mich wirklich, warum die Biester mich nur in die Füsse stechen. Ab unter die Decke.

10 Minuten später: Boah ist das heiss hier. Alles nassgeschwitzt. Erstmal einen Eistee zu mir nehmen. (Der Eistee war warm. Logisch. Kühlschränke brauchen dann und wann auch Strom. Selbst hier.) Ok. Lassen wir uns also Lufttrocknen.

10 Minuten sp??ter: Summsumm. Wedel. Klatsch. Mist. Ab unter die Decke.

Vorstehende zwei Absätze wiederholten sich dann die folgenden drei Stunden bis ich um halb sieben wieder Strom hatte, unter die Dusche schlüpfen konnte (Wasser kommt nur, wenn die Pumpe (auf Basis von Energiezufuhr) pumpt) und Moskitos mit dem Wasserstrahl jagte. 3 Stiche. 5 Frags. Ich bin der Held und Geduld zahlt sich am Ende doch immer aus.

PS: Ich habe mich den ganzen Morgen darauf gefreut, einen Eintrag zu schreiben, in dem das Wort Repellent inflationär vorkommt. Hoffentlich habe ich es richtig geschrieben. Auf der Verpackung steht zwar “Liquid Electric Mosquito Repellent” aber Thais haben ihre eigene Ansicht von orthographischem Englisch.

PPS: Ich glaube, ich versorge mir heute ein energieautarkes Repellent für nächtliche Notf&aum;lle. Weil wenn der Strom mal wirklich weg ist, kann man eigentlich gut schlafen, da es ganz dunkel ist. Sonst haben die Thais immer irgendwo Lichter und Musik an.

PPPS: Moskitos und nächtliche Hitze. Ich glaube, die Trockenzeit kommt langsam.

PPPPS: Der MP3-Player war geladen. Sowohl der Akku als auch die Playliste. So war es weniger langweilig.