Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Der große Bangkok-Report

Hin und wieder reichen 10 Stunden in der Stadt der engelartigen Menschen um zu verstehen, warum genau ich auf einer Insel lebe. Mehr habe ich nicht zu sagen ;)

Metropolenhopping

Nachher setze ich mich in einen tiefgekühlten Bus mit laut plärrendem Fernseher, in dem vermutlich eine Thai-Standup-Comedy (dem kommt es zumindest am nächsten) läuft und fahre durch die Nacht nach Bangkok. Nach 10 Stunden im Smog (mehr muss man sich nicht antun) komm ich schon morgen Nacht zurück. Was für ein Spa? — muss man alles mal mit gemacht haben.

Rund um die Uhr leer

Die 7elevens auf der Insel sind auch heute (6 Tage nachdem die Fähren wieder fahren) noch leer. Hin und wieder bringen die Bäcker auf der Insel brotähnliche Produkte, alle anderen Regale sind absolut leer. Entweder steht deren Logistikcenter auf dem Festland unter Wasser oder sie haben ein sehr unflexibles Auslieferungssystem (Donnerstags steht der Truck vor der Tür).

Bier ist auch ausverkauft und nicht mal Wasser in Flaschen gibt es mehr. In den vergangenen Tagen hatte man das Gefühl, dass da sehr selektiv ausgeliefert wurde — ein 7eleven hatte Brot, ein 7eleven hatte Eier, ein 7eleven hatte Fertigprodukte.

Wie auch immer — ich brauchs ja nicht ;)

Die Hochwasserstellen auf der Insel sind bis auf ein paar nasse Flecken abgelaufen — da passt es richtig gut, dass es nach ein paar sonnigen Tagen heute wieder regnet.

Notrationen

Da die “Convenience Stores” der Insel erhebliche logistische Probleme haben, gab ich meinem Freund (der im Makro einkaufen gehen kann, unserem Inselgro?handel, der bereits am Freitag komplett neu ausgestattet wieder eröffnete) heute einen Tausend-Baht-Schein in die Hand (er hat es selbst angeboten) und hoffte auf das Beste.

Und hier eine Liste der Waren, die ein Thai einkauft, wenn ein dicklicher mittelalter Deutscher am Leben erhalten werden muss:

  • ein 8er-Pack Burgerbrötchen mit Sesam
  • ein Riesenpack ungetoastetes Toastbrot (was Thais halt so als Brot bezeichnen)
  • ein Sechserpack Thunfisch im eigenen Saft
  • ein Sechserpack Thunfisch in Mayonaise
  • ein Sechserpack Thunfisch in ?l
  • ein Sechserpack Thunfisch in irgendeiner seltsamen Gemüsetunke
  • ein Pack Spaghetti
  • ein Pack Spirelli
  • zwei Glas Mushroom-Nudelso?e
  • eine Flasche ?l
  • einen großen Pack Scheibenkäse
  • eine 2l-Flasche Ketchup

und…

  • einen 500g-Plastik-Pack Senf

Von den vier Dosen gezuckerter Bohnen, die ich vor ein paar Wochen dankbar unterm Waschbecken versteckt habe, fang ich jetzt gar nicht mal an.

Heimvideo: Dogporno

Dass Soosie wieder wohlauf ist, sollte uns eigentlich zufrieden stellen. Nichtsdestotrotz (oder gerade wegen der Medikamente?) ist sie aus dem Nahtod ohne ?bergang in die Rolligkeit gehüpft und verbringt nun einen Gro?teil des Tages damit, potente Hunde zu suchen. Ich renne ihr dann hinterher und schütze ihre Tugend.

Weshalb Pokki her halten muss, der vor ein paar Jahren seiner Manneskraft entledigt wurde.

Hier nun ein Lehrvideo, in dem Soosie Pokkie zeigt, wie “es” richtig geht. Mehr oder weniger. Das Ganze geht immer gut 10 Minuten, dann fliegen die Fetzen, weil Pokki keine Lust mehr hat, dann beruhigt man sich ein paar Minuten und es beginnt von vorne.

PS: Subtitel folgen noch…