Samui? Samui!David's Neighbour's Notizen über sein Leben als Auswanderer auf der Insel Koh Samui in Thailand. Auf Deutsch, und so...

Samui am Morgen

<p>
  Neulich durfte ich mal wieder einen Visarun unternehmen. Viele Stunden thailändischen Stra?enverkehrs, ein paar Minuten Borderhopping und zwei Fährfahrten ohne Untergang. Dafür scheint es auf der Insel (siehe Photo) ein wenig geregnet zu haben...
</p>

4 Jahre

Heute vor vier Jahren verschwand plötzlich das Fernsehprogramm und Thailand hatte mal wieder einen Putsch. Daran erinnern die “Rothemden” heute unter anderem damit, dass Sie den Verkehr in Bangkok wieder einmal zum Erliegen und die Sicherheitskräfte in höchste Bereitschaft bringen.

Abgetropft

Die Tankstelle hier um die Ecke in Ban Thai sollte man (soweit die Ringroad dies zu lässt) weiträumig umfahren. Man wird dort einfach nur abgezockt, wie ich gerade wieder am eigenen Moped erleben durfte.

Trick Nummer 1 geht so: Farang ohne Thaibegleitung kommt angetuckelt und wird an Zapfsäule X gewunken. Andere freie Zapfsäulen funktionieren gerade mal wieder nicht. 95er Benzin ist aus, also nimmt man freundlich lächelnd das teurere und trotzdem minderwertigere 91er Benzin in Kauf. Nach einigen Sekunden ist der Tank voll und die Zapfsäule sagt einen Preis. Problem ist nur, dass der Tank nicht voll ist und mit der Säulenkalkulation vermutlich auch rumgespielt wurde.

Trick Nummer 2 (noch verhinderbar): Die Zapfsäule steht nicht auf Null wenn das Tanken beginnt. Kann ja mal passieren und “Koh Thoot” (Entschuldigung) kommt den Tanksäulen leicht über die Lippen.

Trick Nummer 3: Das Wechselgeld kommt falsch zurück. Am Besten hat man das Benzingeld immer passend dabei.

Weitere Tricks sind lt. eines Bekannten, dass am ?l und dem Benzin gepanscht wurde. Die Tankstelle soll bis dahin bei den Anwohnern recht beliebt gewesen sein. Heute sieht man nur noch hin und wieder ein paar Farangs dort einkehren, die das grundsätzlich 5 bis 10 Baht teurere Benzin tanken und denken, das Gelächter hinter ihren Rücken wäre ein freundliches.

Normalerweise (wenn der Tank nicht gerade wieder mal komplett trocken ist) ermögliche ich mir immer den Weg zur nächsten Tankstelle in Maenam. Ein bisschen weiter aber sauberer. Auf Dauer rentiert sich das.

Also: Tankstelle in Ban Thai: böse. (Mir fällt gerade ein, dass ich das schon mal erwähnt habe. Naja, mit dem Alter muss man sich halt regelmässig die Finger verbrennen, damit das im Hirn bleibt.)

Zukunftsplanung Thaistyle

In Thailand läuft immer alles etwas anders als man es aus der alten Heimat kennt.

Vergangene Woche beispielsweise war unser mehr oder weniger demokratisch gewählter Premierminister Abhisit Vejjajiva auf einer Reise in China. Er lächelte in die Kameras des Staatssenders, fuhr mit einem Hochgeschwindigkeitszug (und lächelte in die Kameras des mitreisenden Thaifernsehens) und besuchte die Weltausstellung Expo 2010 in Shanghai.

Heute nun in seinem wöchentlichen Fernsehprogramm erfuhr der geneigte Zuschauer, dass man sich mit einem Schnellzugprojekt zwischen Bangkok und Nakhon Sri Thammarat und einer Bewerbung Thailands zur Expo 2020 beschäftigen werde.

Glücklicherweise hat Thailand bereits ausreichende Erfahrungen mit Kommunisten, sonst hätte er diese Neuerung auch noch aus China importiert.

In ein paar Tagen wird Abhisit in die USA fliegen. Mal sehen welche neuen Ideen er von dort mitbringen wird.

Ritsch Ratsch

Heute ist ein gro?artiger Tag für mich, denn ich habe nach fünfundeinhalb Jahren in Thailand festgestellt, dass die Zweierpackung Chang-Beer (zwei Flaschen und eine nette Pappumhüllung mit glücklichen Menschen) einen praktischen Aufrei?verschluss auf der Rückseite hat.

Ich habe tatsächlich die vergangenen Jahre damit verbracht, irgendwie mit zittrigen Fingern um die Flaschenhälse herum die Pappe auf- und abzurei?en. Das ging hin und wieder mit Schnittwunden einher. Was man nicht alles für das abendliche Bier tut.

Hab mir gleich noch einen Zweierpack zur Verifizierung geholt…